GOA INDIEN | Benaulim - Margao - Agonda

- 20:45


Goa, Indien. Benaulim, Margao und Agonda an einem Tag. Dieser Tag war auch der erste, an dem ich alleine durch Indien reiste, denn Katja nahm gestern den Flug zurück nach Deutschland. Ich wollte nach Agonda wechseln, denn dort soll es, laut Aussagen, entspannter zu gehen. Nach den touristischen und überfüllten Orten, wollte ich wirklich mal wieder Ruhige Strände, Berge und vielleicht etwas Einsamkeit genießen. Doch vorher musste ich natürlich nach Margao, den Drehpunkt der Busse in Goa. Und dort geht wie immer die post ab. Dazu musste man dort auch immer erstmal den richtigen Bus “finden”.

Nach etwas Arbeit am Laptop und zwei Tassen Kaffee, ging ich auch direkt zur eher unkenntlichen Bushaltestelle von Benaulim. Man sollte schon wissen, dass da eine ist. Was zu essen blieb mir vorerst heute ersparrt, denn es fügte sich super mit meiner Durchreise in Goa. Mein Bus war wie für mich schon an der Bushaltestelle und ich rannte und stieg ein. In Indien muss man öfter mal einem Bus hinterher rennen, das ist ganz normal. Auch springen die Indien mit Flip Flops aus dem Bus und das während der Fahrt. Ein Europäer hatte sich das Bein gebrochen und wäre in den Graben gerollt, bei so einer Aktion. Aber wie gesagt bekam ich den Bus und es ging einige Kilometer nach Margao, wo ich auch überraschenderweise schnell den nächsten Bus nach Agonda bekam.

Ich musste etwas warten, bis die Menschen sich gesammelt hatten und der Bus losfuhr. Dabei konnte ich beobachten wie die Inder ihren Müll aus dem Fenster warfen. Auch wenn du da stehen würdest, würde so manche halbgegessene Mahlzeit auf deinem Kopf landen. In Indien muss man immer auf fliegenden Müll oder rote Spucke von Betelnusskauern aufpassen. Für viele indischen Menschen ist dieser Umgang mit Müll selbstverständlich und sie haben nicht das Wissen, was sie damit der Natur und sich selbst antun. Sie machen es immer noch so wie mit der Bananenschale. Allerdings würde diese der Natur nicht wirklich schaden. Plastik ist einfach zu früh nach Indien eingedrungen!

Aber dann fuhr der Bus endlich los, schweisgebadet, zwischen wirklich vielen Menschen. Es ging aber über einen Umweg nach Agonda. Es brauchte einen Buswechsel am Busbahnhof Canacona Bus Station in Chaudi, der 40 - 50 Kilometer von Margao entfernt war. Die Fahrt dauerte etwa einandhalb Stunden. Chaudi war aber nzum Glück ur 10 Kilometer von Agonda entfernt und es ging auch fast direkt weiter. Vorher kam ein junger Inder, der Erdnüsse verkaufte, in den Bus. Da ich der einzigste weiße Tourist in dem Bus war, fiel ich ihm natürlich ins Auge und der rannte fast schon auf mich zu. Er packte sie ungeschälten Erdnüsse aus und schälte sie dann und steckte sie mir beinahe direkt in den Mund! Er wollte sie unbedingt an mich verkaufen, also fütterte er mich damit. Ich musste sowas von lachen. Ich konnte und wollte mich nicht zusammen reissen. Er meinte das aber ernst und stopfte mir weiterhin Erdnüsse in den Mund, bis der Busfahrer in rausgeschmissen hatte. Indien ist verrückt!

Kurze Zeit später kam ich in Agonda an. Wieder an einer Bushaltestelle, die nicht ersichtlich. Aber gut, denn sie lag sehr nahe an meiner nächsten Unterkunft, den Saturn Beach Cotteges. Kleine nette Hütten an einem kleinen Fluss, mitten in der Natur. Als ich ankam war ich begeistert und wußte, hier werde ich eine wundervolle Zeit haben.

Auch wenn ich heute nicht mehr an den Strand wollte, hatte ich großen Hunger, denn die Mahlzeiten blieben bis jetzt aus und es war 22 Stunden her, dass ich was gegessen hatte, bis auf die ein paar Erdnüsse, die mehr der Inder gezwungenerweise in den Mund stopfte. Ich ging also los einen kleinen Spaziergang machen und mir ein nettes Restaurant suchen. Davon gab es hier sehr viele, doch fast alle standen so gut wie leer und waren für indische Verältnisse sehr teuer. Essen, das für Touristen zubereitet wird und kaum Dreh hat, denn angeblich war hier Nebensesion und nichts los. Ich entschied mich für Fatima Corner. Dort schien es heiß herzugehen. Dort waren mehr Menschen anwesend und das Essen sah gut aus. Auch die Preise waren ganz in Ordnung. Kaffee, Aloo-Gobi (Gericht mit Kartoffeln, Blumenkohl und südasiatischen Gewürzen) und dazu Paratha. Für 3,10 € sehr lecker und lohnenswert. Auch mit den Angestellten dort verstand ich mich sehr gut und es regnete Trinkgeld für sie. Den Rest des Tages verbrachte ich in meinem kleinen indischen Paradies und holte viele liegengebliebenen Videoschnitt nach. Alles in allem war das ein abenteuerlicher und abwechlungsreicher Tag, mit vielen lustigen und schönen Momenten.

WELTREISE.TV Arkadij reist alleine durch Indien, Agonda, Benaulim, Margao, Betalbatim

WELTREISE VLOG 142

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